Der Aufbau Ihrer visuellen Identität beginnt lange bevor Sie ein Logo, Farben oder eine Typografie wählen.
Eine Konkurrenzbeobachtung ist bereits ein erster Schritt bei der Wahl dieser Identität, denn diese Analyse zeigt Ihnen, wer sich ähnelt, wer sich abhebt, welche Botschaften vermittelt werden und welche Werte transportiert werden sollen.
Nach dieser Beobachtung ist Zeit für Introspektion!
Die Brand Substance: Die Grundlage jeder Identität
Diese Arbeit beginnt lange vor einem Logo oder einer Website. Sie beginnt mit dem, was man „Brand Substance» nennt:
- Ihre Daseinsberechtigung
- Ihr Weltbild
- Was Sie jeden Tag tun
- Ihre Bezugspunkte und Werte
Um Botschaften in die Tiefe zu vermitteln, hat Simon Sinek den sogenannten Golden Circle entwickelt:
- Warum Sie tun, was Sie tun
- Wie Sie es tun
- Was Sie anbieten
Beginnen Sie mit dem Warum. Nicht mit dem Produkt. Nicht mit der Dienstleistung. Mit dem Sinn. Erklären Sie dann, wie Sie die Dinge angehen: mit welcher Logik, welcher Methode, welchem Anspruch. Und erst danach sagen Sie, was Sie konkret anbieten.
Einen ausführlicheren Artikel zum Thema Branding finden Sie auf unserer Website – hier entlang.
Laut Wikipedia ist die visuelle Identität „die Gesamtheit der visuellen Elemente, die es ermöglichen, eine Entität über verschiedene Medien hinweg zu identifizieren». Anders gesagt: Es ist alles, was das Bild Ihrer Marke ausmacht – Logo, Farben, Typografie, Symbole und visueller Ton. Diese Gesamtheit an Elementen bestimmt die Wirkung der Marke, sowohl auf den ersten Blick als auch langfristig.
Eines der eindrücklichsten Beispiele wäre das berühmte „M» von McDonald’s. Seine Form, seine Farbe – alles ist darauf ausgelegt, sich einzuprägen, und das gelingt.
Minimalismus in der Schweizer Kultur
In der Schweiz ist minimalistische Ästhetik kein Trend – sie ist Kultur. Der internationale typografische Stil, auch Schweizer Stil genannt, hat dort in den 1950er-Jahren seine Wurzeln gefunden. Diese Bewegung revolutionierte die visuelle Kommunikation, indem sie Lesbarkeit, Klarheit und Informationshierarchie in den Vordergrund stellte.
Eine im April 2024 von der Nielsen Norman Group veröffentlichte Studie erklärt, dass klare, konkrete und vertraute Bilder besser im Gedächtnis bleiben. Sie betont, dass visuelle Klarheit die Merkfähigkeit verbessert – ein Schlüsselfaktor dafür, wie vertrauenswürdig ein Visual wahrgenommen wird.
Das ist also ein echter Vorteil für ein Startup, das schnell Vertrauen aufbauen möchte. Dieser Erste-Eindruck-Effekt gilt sowohl physisch als auch auf Ihrer Website.
Zudem erlaubt es eine gut etablierte visuelle Identität, diese konsequent über alle Kommunikationskanäle hinweg auszurollen, und vereinfacht die Marketingarbeit, da das Corporate Design bereits festgelegt ist – ebenso wie der Stil, den das Unternehmen vermitteln möchte (Luxus, Nachhaltigkeit, preisgünstig usw.).
Die wirtschaftliche Wirkung einer gelungenen visuellen Identität
Heutzutage ist die Investition in das eigene Image kein Luxus, sondern ein echter Wachstumshebel.
KMU mit einer konsistenten visuellen Identität verzeichnen im Schnitt einen Anstieg von 30% (EWM Swiss) bei den Kundeninteraktionen.
Design ist also nicht nur eine Frage der Ästhetik: Es ist ein messbarer Leistungsfaktor, der entscheidend sein kann, wenn man bedenkt, dass 94% des ersten Eindrucks einer Website vom Design abhängen.
Der Schweizerische Gewerbeverband (Union suisse des arts et métiers) weist zudem darauf hin, dass junge Schweizer Unternehmen, die in Grafikdesign investieren, von besserer Wiedererkennung und einer klareren Positionierung auf ihrem lokalen Markt profitieren. Eine klare Identität erlaubt es, die Positionierung eindeutig festzulegen und sich deutlicher von der Konkurrenz abzuheben.
Genau das können wir übrigens für Sie bei Mondi Agency tun – zögern Sie also nicht und nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
Die wichtigsten zu definierenden Elemente
Hier sind die Komponenten, die Mondi Agency jedem Startup empfiehlt, von Anfang an festzulegen:
| Element | Was es zu entscheiden / analysieren gilt | Warum es wichtig ist |
|---|---|---|
| Logo | Form, Symbolik, Einfachheit. Ein Logo, das auch in kleiner Grösse erkennbar ist. | Erster Wiedererkennungspunkt – viele Materialien werden es verwenden. |
| Farbpalette | Haupt- und Nebenfarben. Kontraste und Lesbarkeit berücksichtigen. | Farben wecken Emotionen. In der Schweiz oft Zurückhaltung, Ausgewogenheit, Einfachheit. |
| Typografie | Schriftart(en) für Titel, für Fliesstext. Lizenzen und Lesbarkeit prüfen. | Die Typografie beeinflusst den Ton: modern, seriös, warm usw. |
| Ergänzende grafische Elemente | Icons, Muster, Illustrationen, Fotografie. | Sie stärken die Persönlichkeit der Marke. |
| Corporate Design | Regeln zur Nutzung aller obigen Elemente. Wie das Logo NICHT verwendet werden darf, Abstände, alternative Versionen. | Sorgt für Konsistenz über alle Kanäle hinweg. |
| Kommunikationsmittel | Website, App, Visitenkarten, Verpackung, lokale Werbung, Beschilderung. | Die Identität muss überall wirklich „leben», nicht nur auf Papier oder Bildschirm. |
Die visuelle DNA eines Startups
Die oben erwähnte Golden-Circle-Regel von Simon Sinek hilft uns, die DNA unserer Marke festzulegen.
Eine visuelle Identität muss eine Geschichte erzählen – damit man sich mit ihr identifizieren, sie verstehen und sie fühlen kann.
Um diese Informationen zu vermitteln, ist die Farbwahl ein wirksames Mittel, denn hinter der ästhetischen Seite steckt auch Wissenschaft. Hier ein paar Beispiele:
- Blau vermittelt Zuverlässigkeit
- Grün steht für Nachhaltigkeit
- Rot drückt Leidenschaft aus
- Gelb/Orange vermittelt Energie
Diese Assoziationen werden durch neurowissenschaftliche Forschung gestützt: Farben aktivieren bestimmte Hirnareale, die mit Gedächtnis und Emotion verbunden sind (Quelle: Frontiers in Psychology).
Für ein Schweizer Startup stärkt die Einbindung natürlicher, lokaler Farbtöne die emotionale Verbindung. Das Grün der Wälder des Gürbetals, das Beige historischer Fassaden oder das tiefe Blau der Aare können zu authentischen visuellen Erkennungsmerkmalen werden.
All das wird also nicht zufällig gewählt – die Wahl hängt auch mit UX/UI zusammen, einer Disziplin, die sich nicht nur mit Navigation oder Benutzerfreundlichkeit befasst. Es geht auch darum, Farben und grafische Elemente zu nutzen, um die Geschichte Ihrer Marke zu erzählen.
Jede visuelle Entscheidung prägt die Erfahrung des Nutzers und seine Wahrnehmung Ihrer Identität.
Es muss also auf Konsistenz bei der Farbwahl und auf Harmonie geachtet werden, damit alles aus grafischer Sicht elegant und stimmig wirkt.
Zudem schafft eine gut durchdachte Farbpalette, kombiniert mit einer stimmigen Typografie und grafischen Elementen, einen reibungslosen Ablauf für den Nutzer. Visuelle Konsistenz stärkt die Wiedererkennung der Marke und macht die Erfahrung einprägsamer.
Nachdem wir uns nun mit dem Warum und dem Wie des Golden Circle befasst haben, bleibt uns nur noch, unser Produkt konkret vorzustellen.
Farbe als strategisches Werkzeug
Im UX/UI-Bereich ist Farbe kein Detail – sie ist ein Hebel, um den Nutzer zu leiten, Emotionen zu vermitteln und der visuellen Identität Ihrer Marke Leben einzuhauchen. Richtig eingesetzt, verwandelt sie einen einfachen Besuch in ein immersives, einprägsames Erlebnis.
Jujotte erklärt uns die 60-30-10-Regel, eine Regel, die aus der Architektur stammt, sich aber problemlos auf Design übertragen lässt.
In der Architektur bedeutet diese Regel, dass 60% der Fläche eines Raumes mit einer Hauptfarbe gestrichen werden. 30% des Raumes werden mit einer Nebenfarbe bedeckt, die oft im Kontrast zur ersten steht. Die in der Raumdekoration vorhandenen Farben schliesslich machen die letzten 10% aus und tragen zur Gesamtharmonie des Raumes bei.
Die Übertragung ins UI erfolgt so: Die berühmten 60% finden sich oft in einer neutralen Farbe wieder, die die Grundlage für den Rest der Interface-Komponenten bildet – Schwarz, Weiss, ein Pastellton usw.
Die sekundäre Farbe mit 30% dient dazu, bestimmte Inhalte oder Funktionen hervorzuheben. Die verbleibenden 10% schliesslich bestehen aus einer dritten Farbe, die im Vergleich zu den beiden ersten gut lesbar und sichtbar sein muss – oft werden damit Interaktionselemente hervorgehoben, die Nutzer:innen leicht erkennen sollen: Anmelde-Buttons, Bestätigungs-Buttons usw.
Diese Farbe ist zudem oft diejenige, die am repräsentativsten für die grafische Welt des vorgestellten Produkts oder der Dienstleistung ist.
Eine konsistente Identität aufbauen
Alles beginnt mit strategischem Nachdenken: Wer sind Sie, und was möchten Sie vermitteln? Sobald Ihre Werte definiert sind, geht es an die Gestaltung: Logo, Typografie, Farben, Bildsprache. Diese Elemente müssen zusammen in einem klaren, dokumentierten Corporate Design leben.
Die Zusammenarbeit mit einer Agentur wie Mondi Agency garantiert einen ganzheitlichen Ansatz: Recherche, Gestaltung, Konsistenz und Begleitung. Es ist ein Partner, der eine Identität schaffen kann, die Bestand hat. Aber nicht nur das – denn eine visuelle Identität muss sich auch weiterentwickeln.
Der Markt verändert sich, Trends verschieben sich, Ihr Unternehmen wächst. Ihre Visuals zu aktualisieren bedeutet nicht, bei null anzufangen: Es geht darum, anzupassen, ohne das Wesentliche zu verlieren. Diese Flexibilität ist das Zeichen eines reifen Startups, das sich seines Images bewusst ist.
Fazit
Eine starke visuelle Identität für ein Startup zu schaffen bedeutet, Schweizer Präzision mit moderner Kreativität zu verbinden. Es ist grundlegende Arbeit, die weit über Design hinausgeht. Es geht darum, ein Bild aufzubauen, das klar, einprägsam, wirkungsvoll, glaubwürdig und dauerhaft ist – fähig, die Zeit zu überdauern und Vertrauen zu wecken.
Und wenn Sie sich dabei begleiten lassen möchten: Mondi Agency hilft Ihnen, ein Bild zu schaffen, das Ihre Werte und Ambitionen widerspiegelt – warten Sie also nicht länger und nehmen Sie Kontakt auf!
Quellen
Sources :
Wikipédia – Identité visuelle
Wikipédia – Style typographique international
EWM Swiss – Éléments de design et crédibilité des PME
Frontiers in Psychology – Influence des couleurs sur la mémoire
Union suisse des arts et métiers
https://jujotte.fr/blog/les-couleurs-dans-lui-la-troisieme-va-vous-etonner
